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Ursache: Die hyaluronsäurereiche
Schutzschicht der Knorpelober-
fläche löst sich
bedingt durch Fehlstellung.
Dadurch vermindert sich die
Gleiteigenschaft und durch
die mechanische Überlastung
entstehen Risse im Knorpel,
gefolgt von Gewebeabrieb und
Freisetzung von Entzündungsmediatoren:
Schmerzen, sogar in Ruhe sind
die Folge.
Fehlen diese Schmier- und
Schutzeffekte der Hyaluronsäure,
so verursachen die durch Gelenkbewegungen
hervorgerufenen Scher- kräfte
einen vermehrten Abrieb und
damit die weitere Zerstörung
des Gelenkknorpels: Eine Arthrose
entsteht.
Bei einem arthrotischem Gelenk
sind die Elastizität
und Viskosität der Gelenkflüssigkeit
gegenüber derjenigen
in einem gesunden Gelenk stark
herabgesetzt.
Eine moderne Arthroseprophylaxe
und Arthrosetherapie mit Hyaluronsäure
stellt diese normalen Verhältnisse
in der Gelenkflüssigkeit
wieder her.
Hyaluronsäure ist ein
Biopolymer, das im Organismus
von Wirbel- tieren, also auch
beim Menschen, natürlich
vorkommt, etwa im Glas- körper
des Auges oder in der Gelenkschmiere
der Synovialgelenke.
Hyaluronsäure wird in
den Zellmembranen von den
sogenannten Synoviozyten des
Synovialgewebes synthetisiert
und in den Synovialspalt abgegeben,
wo es sich an die Knorpeloberflächen
anlagert.
Hyaluronsäure ermöglicht
das reibungsfreie Gleiten
diese Gelenk-oberflächen.
Der Gewichtsdruck wird durch
die viskoelastischen Eigenschaften
abgefedert, akute Druckspitzen
durch Belastung oder
Stoß werden gedämpft.
Hyaluronsäure ist in
der Oberflächenschicht
des Knorpelgewebes enthalten
und dadurch in der Lage, eine
Schutzschicht gegen chemische
und mechanische Reize aufzubauen.
Viskosupplementierung
mit Hyaluronsäure
Die Effektivität diese
Therapie hängt von den
rheologischen Eigen- schaften
der verwendeten Hyaluronsäure
ab, sowie von deren Verweildauer
im Gelenk. Da die Viskoelastizität
der Gelenkflüssigkeit
bei der Arthrose gegenüber
dem Normalzustand stark herabgesetzt
sind, ist es nötig, zur
Therapie eine Lösung
einzusetzen, die eine wesentlich
höhere Viskoelastizität
besitzt als die der pathologisch
veränderte Gelenkflüssigkeit.
Als Arthrosetherapie werden
abhängig von den Beschwerden
drei bis fünf intraartikuläre
Injektionen in wöchentlichem
Abstand in das betreffende
Gelenk appliziert. Diese intraartikulären
Injektionen erfolgen unter
sterilen Bedingungen, in manchen
Fällen zur sicheren Applikation
unter Bildwandlerkontrolle
(Durchleuchtungskontrolle).
Im Laufe der Behandlung wird
ein Rückgang der Beschwerden
und eine bessere Beweglichkeit
festzustellen sein.
Die Viskosupplementierung
der kleinen Gelenke kann die
arthro- tischen Beschwerden
für sechs bis zwölf
Monaten oder länger deutlich
bessern.
Aber auch zur Arthroseprophylaxe
bei bestehenden Beschwerden
ohne wesentliche radiologisch
sichtbare arthrotischen Veränderungen
ist diese Therapie in hohen
Maße geeignet. |