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Viscosupplementierung mit Hyaluronsäure
- moderne Arthroseprophylaxe und Arthrosetherapie
der kleinen Gelenke


Die kleinen Gelenke an den Fingern, insbesondere das Daumen- sattelgelenk aber auch die Mittel - und Grundgelenke der Langfinger sind neben den großen Gelenken häufig von arthrotischen Veränder- ungen betroffen. Sie verursachen vor allem bei ganz alltäglichen, leichten Verrichtungen massive Probleme
 
Position der Kanüle bei der Injektion in das Daumen-
sattelgelenk bei Rhizarthrose.
 
Auch die Überlastung von Gelenken an den Füßen durch Fehlstellung wie z. B. beim Hallux valgus führen im Laufe der Zeit zu entsprechenden arthrotischen Veränderungen. Hierdurch wird die Mobilität vor allem älterer Menschen in nicht unerheblichem Maße beeinträchtigt.
 
Injektion ins Großzehengrundgelenk bei Arthrose
 

Ursache: Die hyaluronsäurereiche Schutzschicht der Knorpelober- fläche löst sich bedingt durch Fehlstellung. Dadurch vermindert sich die Gleiteigenschaft und durch die mechanische Überlastung entstehen Risse im Knorpel, gefolgt von Gewebeabrieb und Freisetzung von Entzündungsmediatoren: Schmerzen, sogar in Ruhe sind die Folge.

Fehlen diese Schmier- und Schutzeffekte der Hyaluronsäure, so verursachen die durch Gelenkbewegungen hervorgerufenen Scher- kräfte einen vermehrten Abrieb und damit die weitere Zerstörung des Gelenkknorpels: Eine Arthrose entsteht.

Bei einem arthrotischem Gelenk sind die Elastizität und Viskosität der Gelenkflüssigkeit gegenüber derjenigen in einem gesunden Gelenk stark herabgesetzt.

Eine moderne Arthroseprophylaxe und Arthrosetherapie mit Hyaluronsäure stellt diese normalen Verhältnisse in der Gelenkflüssigkeit wieder her.

Hyaluronsäure ist ein Biopolymer, das im Organismus von Wirbel- tieren, also auch beim Menschen, natürlich vorkommt, etwa im Glas- körper des Auges oder in der Gelenkschmiere der Synovialgelenke.

Hyaluronsäure wird in den Zellmembranen von den sogenannten Synoviozyten des Synovialgewebes synthetisiert und in den Synovialspalt abgegeben, wo es sich an die Knorpeloberflächen anlagert.

Hyaluronsäure ermöglicht das reibungsfreie Gleiten diese Gelenk-oberflächen. Der Gewichtsdruck wird durch die viskoelastischen Eigenschaften abgefedert, akute Druckspitzen durch Belastung oder
Stoß werden gedämpft.

Hyaluronsäure ist in der Oberflächenschicht des Knorpelgewebes enthalten und dadurch in der Lage, eine Schutzschicht gegen chemische und mechanische Reize aufzubauen.

Viskosupplementierung mit Hyaluronsäure

Die Effektivität diese Therapie hängt von den rheologischen Eigen- schaften der verwendeten Hyaluronsäure ab, sowie von deren Verweildauer im Gelenk. Da die Viskoelastizität der Gelenkflüssigkeit bei der Arthrose gegenüber dem Normalzustand stark herabgesetzt sind, ist es nötig, zur Therapie eine Lösung einzusetzen, die eine wesentlich höhere Viskoelastizität besitzt als die der pathologisch veränderte Gelenkflüssigkeit.

Als Arthrosetherapie werden abhängig von den Beschwerden drei bis fünf intraartikuläre Injektionen in wöchentlichem Abstand in das betreffende Gelenk appliziert. Diese intraartikulären Injektionen erfolgen unter sterilen Bedingungen, in manchen Fällen zur sicheren Applikation unter Bildwandlerkontrolle (Durchleuchtungskontrolle).

Im Laufe der Behandlung wird ein Rückgang der Beschwerden und eine bessere Beweglichkeit festzustellen sein.

Die Viskosupplementierung der kleinen Gelenke kann die arthro- tischen Beschwerden für sechs bis zwölf Monaten oder länger deutlich bessern.
Aber auch zur Arthroseprophylaxe bei bestehenden Beschwerden ohne wesentliche radiologisch sichtbare arthrotischen Veränderungen ist diese Therapie in hohen Maße geeignet.

 
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